about the artist:
Peter H. Adorf - work
Peter H. Adorfs künstlerische Arbeit ist im Spannungsfeld von abstrakter Malerei,
Bildproduktion und raumbezogener Präsentation angesiedelt.
Sein Werk knüpft an die Tradition des abstrakten Expressionismus
und der informellen Malerei an
und überführt deren gestische und prozessorientierte Bildauffassung
in einen zeitgenössischen, medial erweiterten Kontext.
Im Zentrum stehen Farbe, Licht und Bewegung als autonome bildkonstituierende Elemente.
Adorf verzichtet bewusst auf gegenständliche Referenzen und richtet den Fokus
auf Wahrnehmung, Prozessualität und atmosphärische Wirkung.
Der künstlerische Prozess ist dabei von einem produktiven Wechselspiel aus Kontrolle und Zufall geprägt,
das sowohl in analogen Malakten, als auch in digitalen Bildtransformationen wirksam wird.
Ein wesentliches Merkmal seiner Arbeit ist die Verbindung von materieller und immaterieller Bildlichkeit.
Farbe erscheint nicht allein als physischer Farbauftrag, sondern zunehmend als lichtbasiertes Phänomen,
das sich im Raum entfaltet.
Digitale Medien fungieren hierbei nicht als reproduktive Werkzeuge,
sondern als integraler Bestandteil eines erweiterten malerischen Denkens.
Die Präsentation der Arbeiten überschreitet häufig das klassische Tafelbild
und bezieht den Ausstellungsraum aktiv ein.
Bildobjekte und installative Setzungen adressieren den Betrachter als körperlich anwesendes Subjekt
und machen Wahrnehmung selbst zum Thema.
Peter H. Adorfs Werk lässt sich somit als zeitgenössische Fortschreibung abstrakter Bildkonzepte verstehen,
die traditionelle malerische Strategien mit den ästhetischen Möglichkeiten digitaler Medien verbindet
und Fragen nach Bildentstehung, Medialität und Wahrnehmung
im Kontext aktueller Kunstproduktion verhandelt.